Zum Inhalt springen
QualityBox

Anwendung

Sichtprüfung von Spritzgussteilen – ohne Fehlerkatalog

Spritzguss ist der klassische Fall für Anomalieerkennung: Die Teile sehen alle gleich aus – bis eines es nicht tut. Weil die Quality-Box lernt, wie ein Gutteil aussieht, meldet sie auch Fehlerarten, die in Ihrem Fehlerkatalog noch gar nicht stehen. Und genau die sind es, die beim Kunden auffallen.

Das erkennt die Box hier

Typische Fehlerbilder – ohne einen davon vorher zu beschreiben

  • Grate an Trennebene und Anguss
  • Einfallstellen und Lunker an dickwandigen Bereichen
  • Schlieren, Bindenähte und Fließmarkierungen
  • Farb- und Glanzabweichungen zwischen Chargen
  • Unvollständige Füllung und Kurzschuss
  • Verzug, Kratzer und Beschädigungen beim Entformen

Die Liste ist bewusst keine Konfiguration: Die Quality-Box lernt ausschließlich, wie ein Gutteil aussieht. Alles, was davon abweicht, fällt auf – auch die Fehlerart, die hier nicht steht.

Prüfbild: Tray mit Spritzgussteilen, ein fehlerhaftes Teil ist von der Quality-Box rot markiert

So richten Sie es ein

Drei Dinge, auf die es bei dieser Prüfaufgabe ankommt

Punkt 1

Gutteile aus der laufenden Serie

Nehmen Sie 5–10 Teile aus mehreren Zyklen, damit die normale Prozessstreuung mit ins Modell geht – nicht zehnmal dasselbe Teil.

Punkt 2

Gleicher Hintergrund, gleiches Licht

Eine ruhige, matte Unterlage genügt. Wichtig ist nur, dass die Bedingungen beim Prüfen denen beim Anlernen entsprechen.

Punkt 3

Kritische Zonen einzeln prüfen

Bei großen Teilen legen Sie mehrere Prüfbereiche an – etwa Anguss, Trennebene und Sichtfläche – und bewerten jeden für sich.

Was ein durchgerutschtes Teil kostet

Die Rechnung, die den Kauf entscheidet

Ein Grat, der bis zur Montage durchläuft, kostet dort das Zehnfache dessen, was seine Entdeckung an der Maschine gekostet hätte. Geht er zum Kunden, greift die 1-10-100-Regel voll: Sortieraktion, Gutschrift, 8D-Bericht. Eine einzige vermiedene Reklamation trägt das Starter-KIT mehrfach.

Mit Ihren eigenen Zahlen rechnen →

FAQ

Fragen zu dieser Prüfaufgabe

Erkennt die Box auch transparente oder schwarz glänzende Teile?

In vielen Fällen ja – entscheidend ist die Beleuchtung. Bei glänzenden und transparenten Oberflächen hilft diffuses Licht, damit der Fehler und nicht die Spiegelung auffällt. Nehmen Sie diese Teile mit in die Demo, dann sehen wir uns die Situation gemeinsam an.

Muss ich nach jedem Werkzeugwechsel neu anlernen?

Nein, solange dasselbe Teil produziert wird. Für die Freigabe der ersten Teile nach dem Rüsten gibt es einen eigenen Anwendungsfall: die Erstteilfreigabe.

Verwandte Prüfaufgaben

Was Kunden zusätzlich mit derselben Box prüfen

Lösen wir Ihre Prüfaufgabe?

Schildern Sie uns Ihr Bauteil und Ihre Prüfaufgabe. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob die Quality-Box dafür das richtige Werkzeug ist – und wenn nicht, warum nicht.